Archiv für 'Allgemein'

Wege

Sonntag, 14. Februar 2010

Montag, morgen, ist mein letzter Arbeitstag. Heute in aller Frühe habe ich mich nochmals mit viel Zeit aufs Mofa gesetzt, um mir mindestens den Weg einzuprägen. All die vielen Eindrücke, all die Löcher und Hügel. All die Kinder die mit schweren Lasten befrachtet ganz gewöhnlich oder eben ganz gewohnt durch die Strassen laufen, um irgendwo irgendetwas verkaufen zu können. Velos mit verrückten Aufbauten, auf dem Gepäckträger 2 grosse Blechtonnen mit Dimensionen von ein Meter Höhe und etwa 70cm Durchmesser.

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Bestrafungen für Kinder

Sonntag, 14. Februar 2010

Leider sehe ich jeden Tag Bestrafungen, welche mich tief in meiner Seele berühren. Irgendwie ist die Altersgrenze wohl bei 18 Monaten, wo mit Schlägen begonnen werden kann. Und wenn es nicht physische Attacken sind, so dann verbale. Egal ob eigenes Kind, Servante, kleiner Bruder. Alles was jünger ist als du, hat mit Schlägen zu rechnen. Ich weinte, als ich beim Nachbarn vom Atelier mitbekam, wie ein Kind erbärmlich schrie. Neugierig schaute ich über die Mauer und gleichzeitig erscheint die Mutter und schlägt das Kind, vielleicht 2 Jahre alt auf das Derbste ohne Ende.  Lies den Rest »

Kinder im Porte-Bébé

Sonntag, 14. Februar 2010

Es ist durchaus nützlich, die Kinder im Tragetuch zu tragen, Kinderwagen haben hier bekanntlich keine Chance. Ich habe kaum mal Windeln gesehen, die Mutter merkt automatisch, wenn das Kind etwas loslassen will. Folgenden Zusammenhang für ein späteres Leben (vor allem von Mädchen) habe ich für mich konstruiert: Da die Kinder sehr lange und eigentlich immer mit der Mutter unterwegs sind, liegen sie stundenlang in einer ganz bestimmten Position in diesem Tragetuch. Lies den Rest »

heute ist nicht mein Tag

Donnerstag, 11. Februar 2010

Alles was ich mir vorgenommen habe, ist nicht erreicht worden, dafür anderes und auch das mit Stress. Ich sollte alle neuen Mädchen fotografieren, da der hiesige Fotoapparat nicht läuft, weil zu kleine Speicherkarte und keine vernünftigen Batterien. Ich musste wieder die Batterien wechseln. 6 Batterien sind verbraucht, eine Schülerin konnte nicht fotografiert werden.

Nicht alle der 18 anwesenden können ihren Namen richtig schreiben. Das gibt lange Wartezeiten.

Der Antriebsriemen einer Pfaff ist gerissen, wie schade!

Die Internetlinie heute lief einfach nicht, wir wussten nicht, ob wir die Kalkulationen wo weitermachen können, wie es Margrith gerne hätte. Nun habe ich endlich  die Bemerkungen lesen können. Also könnten wir loslegen, aber Tina ist jetzt weg auf der Bank.

So erhole ich micht gerade währende der Arbeitszeit mit diesem Text und mit dem dringenden Aufruf nach einem Antriebsriemen. Paff automatic, model 332-260, meiner Ansicht nach müsste diese Maschine über 60 Jahre alt sein. Sie läuft jedoch recht gut.

Wir sollten nun neue Namen für alle Modelle kreieren… all die alten, die wir mit Geschick herausgetüfftelt haben sind nicht ok.

Der Reissverschluss der Damenkleider soll rechts sitzen! Ich kann das nicht nachvollziehen. Ich habe links gelernt und ich meine alle Jupes in Europa haben die Reissverschlüsse links, ich behaupte sogar die Kleider…

Es ist heiss und irgendwie geht heute nichts vorwärts.

Paff automatic-model 332-260 Antriebsriemen gesucht

Donnerstag, 11. Februar 2010

Habe heute in grosser Hitze die letzten Nähmaschinen, davon 2 uralte Nähmaschinen, revidiert. Ich bin genial. Von 8 Nähmaschinen, die als defekt oder noch nie aktiv waren,  habe ich 6 wieder aktiviert. Davon sind zwei uralte Modelle von Pfaff. So richtig gute alte Maschinen. Solche die noch Jahre halten… so Urgetümer, so megaschwere Dinger. Fily hat sich von mir umstimmen lassen, einmal auf Pfaff zu arbeiten. Sie fühlt sich wie der “Mercedes” unter allen Autos an. Sie läuft wie andere Maschinen auch, aber irgendwie besser, weicher, kleine Details die das Herz erfreuen, auch wenn die Einfädlerei nicht so schnell ist. Nun habe ich bei der einen Pfaff festgestellt, Name im Titel, dass der Antriebsriemen gerissen ist. Ist solch ein Teil noch auffindbar? Wer kann helfen? Wäre schade, wenn diese Maschine hier zum Stillstand kommt.

Abreise in Bälde

Mittwoch, 10. Februar 2010

Falls irgendjemand noch einen Wunsch hat, was ich aus Bamako mitbringen könnte, bitte melden. Ein paar Taschen habe ich schon mal notiert. Das Centre hat natürlich Freude, wenn ich ein paar mit nach Hause bringen kann. Die Taschen Isabelle finde ich persönlich wirklich formschön, ist zwar keine Tasche für mich, weil ich mich nicht als Taschenfreak sehe, ich könnte es aber noch werden. Die sac vendredi verfügen über ein recht komplexes Innenleben und sind gute Vertreter der Blachentasche Marke “Freitags-Tasche”.

Die Zeit rauscht an mir vorbei… jetzt läuft nochmals einiges.

Noch fünfmal schlafen. Dann fliegt ein Flieger Airfrance mit mir zurück nach Paris und dann nach Zürich. Es macht fast Angst, so schnell geht es jetzt.

schon wieder auf dem Markt

Dienstag, 9. Februar 2010

Markt- so was Anstrengendes, wenn es geschäftlich ist. Diesmal nahmen wir ein Taxi gleich ganz früh am Morgen. Wir kamen wie Lastesel wieder nach Hause.

Ein paar Impressionen vom Hin oder Rückweg. Einer wollte mir schon den Fotoapparat wegnehmen, weil ich unerlaubterweise fotografierte.  Tina hat ihm gehörig ihre Meinung dazu geblasen. Mut braucht man schon hier mit dem Fotoapparat. Auf einer Foto könnt ihr zwei Töfffahrer erkennen. Der hinter schleppt eine Ziege mit auf dem Mofa. Sie lebt noch. mit zusammengebundenen Beinen liegt sie friedlich auf dem Schoss des Mitfahrers. Eine weitere zeigt das Innenleben eines Sotramas- ein öffentliches Verkehrsmittel für 12 bis 40 Personen.

Die Nachbarin von nebenan- la voisine

Dienstag, 9. Februar 2010

Probleme gibt es mit der Voisine von Tina. Diese ist die 2. Frau von einem Malier, welcher in Paris lebt. So besucht er jeweils die eine Frau in Bamako und die andere in Paris. Das ist praktisch, denn die beiden Frauen liegen auf einer Fluglinie, ohne Umsteigen. Lies den Rest »

Eifersucht regiert Bamako- la jalousie

Montag, 8. Februar 2010

Ich habe es geschafft, für einmal Mimi für mich alleine zu gewinnen. Ihr erinnert euch, bei Mimi K. (Aminata Konaté) war ich 2008 durch Swisscontact. Damals war es meine Aufgabe, bereits „ausgebildete“ Schneider vertieft auszubilden. Nächsten Samstag werde ich fünfen von den Ehemaligen nochmals eine Mini-Formation/Ausbildung geben. Einen Morgen lang bis 13.00h. Und das soll sich dann bei Marie-Emma abspielen, denn auch sie ist Promotrice eines Couture-Centers.  War meine Idee, völlig freiwillig, denn es gibt noch sooo viel zu zeigen. Mimi ist in einer riesigen persönlichen Krise. Sie lebt seit 2 Monaten getrennt von ihrem Mann, nun im Zimmer und im gleichen Bett mit ihrer Mutter Oury. Lies den Rest »

Campingplatz Bamako

Montag, 8. Februar 2010

Irgendwie bin ich trotz viel Arbeit  in Ferienstimmung. Warm die Nächte, staubige Sandalen, an jeder Ecke ein kleines Objekt mit glühenden Kohlen und irgendeinem Grill-oder Frittiergut. Männer sitzen ausserordentlich bequem in ihren  tiefliegenden liebevoll und primitiv geflickten Stühlen. Oft sogar eine winzige Flimmerkiste auf irgendeiner verbeulten Ware stehend und in jenem Fall von TV- nicht ganz unüblich- ein Menge weiterer männlicher Wesen, Lies den Rest »