Ziemlich schnell habe ich begriffen, weshalb so chinesisch aussehende und grosse Teekrüge aus Plastik sein können. Das Wasser darin wird für Hände waschen gebraucht oder Füsse oder für die Versäuberung des Abortes in der Schule. Den habe ich einmal gesehen und bisher nicht mehr benutzt… Ich trinke aus diesem Grunde nicht so viel… Ich trinke möglichst erst nach der Schule oder ich gehe schnell heim. Das lohnt sich. Obwohl, ich habe schon viel schrecklichere Waterclosetts gesehen, vor allem eben in Indien. Ich habe im Harem eine voll europäische Toilette. Wie es allgemein hier in Bamako so ist, das habe ich noch nicht herausgefunden.

Jedenfalls wird die Schule von einem Gardien, der gar kein einziges Wort französisch versteht, bewacht. So wie es aussieht, wohnt er dort. Sein Hab und Gut habe ich unter einem Tisch gesehen. Manchmal geht er zu seiner Familie, heisst es, aber niemand weiss es genau. Ein junger, sehr junger eigen-artiger Fremdling. Praktisch niemand kennt seine Sprache. Du kannst zu jeder Zeit an der Schule anklopfen und er ist da. Seine Matratze rollt er immer ein. Wenn du ihn doch mal in der naheliegenden “Kneipe” suchen musst und es ist dunkel und der Hintergrund ist so dunkel wie die Nacht und die Person ist so stark pigmentiert wie die Nacht und du kannst die Person nicht gleich erkennen… ihn kann man riechen… Irgendwann werde ich mal ein Foto von ihm machen.
Und jeden Tag, wenn wir gegangen sind, wischt er mit diesen unendlich kurzen Wischern die Schule. Es ist schier unglaublich, was alles auf den Boden geschmissen wird. Knochen vom Essen, Bananenschalen, Servietten…
Gestern hat es wieder mal geregnet, aber wie, innert kürzester Zeit wischte uns der Wind die Papiere von den Tischen. Glasfenster gibt es keine hier.